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Hockey – Wer hat's erfunden???

Eine nicht ganz ernst zu nehmende Betrachtung über die Entstehung des Hockeysports, an der SW Köln nicht ganz unbeteiligt war

Dass Köln eine geschichtsträchtige, über 2000 Jahre alte und von den Römern gegründete Stadt ist, hat sich mittlerweile überall herumgesprochen. Dass aber der Hockeysport sogar noch viel älter ist und eigentlich vom heutigen Köln aus in die ganze Welt getragen wurde, ist nur wenigen bekannt.

SWK-Hockeyveteran mit HockeykeuleWeit über 2000 Jahre ist es her, dass die Germanen ihren Lebensunterhalt auf Ackerbau umstellten: Was sollten sie auch sonst machen, gab es doch immer weniger Bären an den Unfern des Rheins zu jagen und auch das Sammeln von Pilzen, Beeren und anderen im Wald wachsenden Nahrungsmitteln hatten sie schon längst aufgegeben, weil dies zum einen zu unrentabel war. Pilzsammler werden bestätigen können, welche Sisyphusarbeit nötig ist, um eine elfköpfige Familie satt zu machen. Und die damaligen germanischen Großfamilien hatten in der Regel alle mindestens elf hungrige Mäuler, die es zu stopfen galt. Zum anderen verdarb die zunehmende Umweltverschmutzung den Genuss von Pilzgerichten und Brombeermarmelade immer mehr.

So ließen sich die Germanen im Rahmen von Arbeitsförderungsmaßnahmen umschulen und zogen mit geschulterter Keule hinter ihrem selbstgebastelten Pflug her, vor den sie - wenn sie besser gestellt waren - einen gezähmten Bären oder einen Ochsen - oder - wenn sie weniger gut betucht waren - ihre bessere Hälfte gespannt hatten, und dachten über Thor und die Welt nach.

Nun waren auch die alten Germanen gar nicht so dumm, wie man anhand mangelnder  Intelligenz ihrer Nachfahren eigentlich annehmen sollte und stellten fest, dass Steine auf dem Acker die Entfaltung der Gerste, die sie unter anderem für einen von ihnen entwickelten Spezialsaft brauchten, hemmten. Also beförderten sie diese beim Pflügen zutage getretenen Steine vom eigenen Acker auf den der Nachbarssippe. Einige Germanen taten dies, indem sie die Steine in die Hand nahmen und wegwarfen (vor allen Dingen im Oberbergischen nahe dem heutigen Gummersbach, wo später die Sportart Handball entstand). Andere wiederum nahmen die Füße zu Hilfe, um ihren Acker von Steinen frei zu bekommen: So entstanden die ersten Fußkrankheiten und irgendwann auch der 1. FC. Die schlauesten germanischen Bauern jedoch, die ihre Behausung unmittelbar am Rhein in Höhe des heutigen Köln-Riehl hatten, schwangen ihre Keule, holten weit aus und schleuderten mit der Kraft teutonischen Eichenholzes die unliebsamen Steine ungeheuer weit weg. Und immer wenn ein solcher Schlag besonders gut gelungen war, dann erstarrte die ganze Sippschaft (es waren derer bekanntlich meist "elf") zunächst ehrfurchtsvoll, um danach voller Inbrunst mit einem lauten "Thor" dem Gott des Donners zu huldigen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dann aus dem "Thor-Schrei" der "Torschrei".

Leider schauten die Nachbarn unserer wackeren Riehler Urgermanen die Kunst des Steinschlagens im Laufe der Jahrhunderte ab und begannen, die auf ihren Äckern landenden Steine wieder zurückzuschlagen: Das erste Lokalderby war somit ausgetragen.

Auch einige andere Eigenheiten haben sich bis in die heutige Zeit erhalten: Aus dem germanischen Thing zum Beispiel wurde die heutige Vorstandssitzung. und auch was die Trinkfestigkeit der heutigen Hockeyspieler betrifft, so hat sich nicht viel geändert. Dass man im heutigen Köln und vor allen Dingen in Riehl immer noch dem Gerstensaft den Vorzug vor dem Met gibt, beweist, dass die Kölner (und vor allen Dingen die aus Riehl) ganz schön treffsicher waren und viele Steine von ihrem Acker abschlagen konnten, so dass die Gerste in der Kölner Rheinbucht gar prächtig gedieh.

Aus den Germanischen Ureinwohnern am Rhein haben sich später die Vereine Schwarz-Weiß Köln, Rot-Weiß Köln, Blau-Weiß Köln und Marienburger SC gebildet, quasi die Hochburg des deutschen Hockeysports.

Und wenn heute die Engländer von sich behaupten, die Erfinder des Hockeysports zu sein, dann wissen wir es besser und können in Anlehnung an die  Ricola-Werbung fragen: "Wer hat's erfunden???" und wenn dann ein schüchternen "die Germanen" geantwortet wird, werden wir zielstrebig nachlegen, und auf die Frage "Wer genau???" wird dann bestimmt geantwortet: "Die Riehler von Schwarz-Weiß Köln".

Herbert Bohlscheid

(c) Herbert Bohlscheid (2000)